Monatsarchiv: November 2011

Strafe gegen Nahrungsergänzungmittelhersteller

Was für ein tolles Wort „Nahrungsergänzungmittelherstellerstrafe“.

Die FDA (Food and Drug Administration) hat einem Hersteller von Nahrungsergänzungmitteln eine Strafe aufgebrummt, weil er die Inhaltsstoffe seiner Produkte, sowie Nebenwirkungen der Einnahme dieser nicht an- bzw an die FDA weitergegeben hatte [1].

Es gibt Kreise in denen sind „Verunreinigungen“ von Nahrungsergänzungmitteln aus den USA durchaus beliebt, weil die Stoffe, aus denen diese bestehen legal nicht zu bekommen sind.

Ich habe ja Nahrungsergänzung vollständig durch Nahrung ersetzt.

[1] http://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm281017.htm

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Globulis im Kreißsaal und Bill Cosby

Die Süddeutsche Zeitung schreibt über die „Globulisierung des Kreißsaals“ [1]. Viele Menschen haben dort den ersten Kontakt mit Methoden der Alternativmedizin.

Viele Hebammen suggerieren, ohne Homöopathie, Aromatherapie, Akupunktur oder andere sogenannte alternative Behandlungen könne kein Kind zur Welt kommen. Schwangere lassen sich häufig darauf ein, weil diese Mittel als natürlich und dadurch automatisch als sicher gelten. Aber stimmt das überhaupt?

Das Thema ist immer aktuell, wie dieses Video von Bill Cosby zeigt:

[1] http://www.sueddeutsche.de/wissen/alternativmedizin-die-globulisierung-des-kreisssaals-1.1197133

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Masern und Party: Schlechte Mischung

Auf den Scienceblogs berichtet Joseph Kuhn, warum es keine gute Idee ist, Kinder nicht (oder nicht ohne sehr guten Grund) gegen Masern impfen zu lassen [1].

Manche Eltern meinen, es sei besser, die Kinder nicht impfen zu lassen, z.B. weil angeblich eine natürlich durchgemachte Masernerkrankung die Entwicklung des Kindes fördern würde oder die Impfung erhebliche Risiken mit sich bringen würde. Für viel Verunsicherung hat 1998 ein Bericht des britischen Arztes Andrew Wakefield in der angesehenen Fachzeitschrift Lancet geführt, in dem ein Zusammenhang zwischen der Kombinationsimpfung gegen Mumps, Masern und Röteln (MMR-Impfung) und Autismus hergestellt wurde. Das hat sich in den folgenden Jahren als falsch herausgestellt, mysteriöse Geldzahlungen an Wakefield wurden bekannt, 2010 hat Lancet den Wakefield-Bericht offiziell zurückgezogen und 2011 war im Deutschen Ärzteblatt zu lesen, dass Wakefield seine Daten wohl gefälscht hat.

Anlass für den Bericht ist der Fall eines jungen Mädchens, das an den Spätfolgen der Masern gestorben ist.

[1] http://www.scienceblogs.de/gesundheits-check/2011/11/masernimpfung-statt-masernparty-wissen-ist-gesund.php

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Glanz in der Bilanz

Der Spiegel berichtet über die Flut sogenannter „Me-too-Produkte“, Scheininnovationen, die einzig der Bilanz der Industrie nutzen, sonst aber niemandem[1]. Pharmaka weißt auf ein anderes Problem hin. Medikamente, die es bereits lange gibt, die wirken, deren Herstellung und Vertrieb jedoch nicht mehr kosteneffektiv sein soll [2]. Über das Problem hat sich auch Science-Blogger Jürgen Schönstein schon im August Gedanken gemacht. Auslöser war ein Mangel an bestimmten Chemotherapeutika in den USA [3].

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,798253,00.html

[2] http://pharmama.ch/2011/11/14/noch-kein-problem/

[3] http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2011/08/knappheit-an-krebsmitteln.php

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Fett, Tod und Hoffnung

Menschen, die als Kinder übergewichtig waren, jedoch als Erwachsene einen BMI im Normbereich aufweisen, haben dasselbe kardiovaskuläre Risiko, wie Menschen, bei denen das immer so war.

Das fanden Juonala et al heraus [1] und zeigen damit, dass es sich lohnt, in Aufklärung und Prävention bei Kindern zu investieren. Den Effekt kindlicher Adipositas arbeiteten Franks et al heraus [2], dabei berichteten sie über eine Assoziation zwischen dieser und einem Tod vor dem 55 Lebensjahr wegen „endogener“ Ursachen. Es gab jedoch keinen signifakten Zusammenhang zwischen dem Cholesterinspiegel und dem Blutdruck in der Kindheit und Todesraten. Vor diesem Hintergrund ist die Empfehlung alle Kinder ab dem  Alter von Jahren auf Hypercholesterinämie und Diabetes zu testen zumindest fragwürdig [3].

Zur Prävention von Übergewicht könnte man Kinder in eine dieser Kitas stecken, in denen man Kinder hungern lässt.

„Laut einer Studie der britischen Behörde Lacors sollten sich die Eltern allerdings besser fragen, ob ihre Kinder genug zu essen bekommen. Die Ernährungswissenschaftler werteten in 118 Kindertagesstätten die Mahlzeiten und Snacks von einer Woche aus. Ergebnis: In etlichen Einrichtungen futtern die Kinder so viel Obst, Gemüse und ballaststoffreiche Vollwertkost, dass kaum noch Platz für wichtige Energielieferanten wie Fett und Kohlenhydrate bleibt.“[4]

[1] http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1010112

[2] http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa0904130

[3] http://www.healthypeople.gov/2020/topicsobjectives2020/default.aspx

[4] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70228813.html

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Entwarnung bei Dabigatranetexilat (Pradaxa)

Die EMA gibt Entwarnung im Bezug auf die Blutungsgefahr von Dabigatranetexilat. Bei Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen, sei nicht mit mehr Blutungsereignissen zu rechnen, als bei anderen Antikoagulantien. In der EU war es unter Dabigatranetexilat zu 21 tödlichen Spontanblutungen gekommen [1]

Ergänzung vom selben Tag:

Das arznei-telegramm sieht „Indikation für Dabigatran vor allem für Patienten mit hohem Insult- und/oder Blutungsrisiko, bei denen sich die INR-Einstellung unter Cumarinantikoagulanzien schwierig gestaltet.“

Die Therapiekosten unterscheiden sich mit knapp 1300,- Euro für Paradoxa und gut 80,-Euro für Warfarin (per anno) nur marginal [2].

 

Zweite Ergänzung vom selben Tag:

Medizynicus erzählt eine Geschichte vom Rattengift [3]

[1] DAZ

[2] Laut arznei-telegramm

[3] Rattengift

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Teure Medizin – Rosiglitazon

Mit einer Zahlung von 2,2,Mrd Euro legte GlaxoSmithKline einen Rechtsstreit mit der USA bei [1]. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass Rosiglitazon zu einer erhöhten Rate von Herz-Kreislauf-Ereignissen führt, wurde die Indikation deutlich eingeschränkt. Angeblich hatte GSK der FDA Daten vorenthalten [2]. Rosiglitazon ist in Deutschland nicht mehr erhältlich.

 

[1] NZZ

[2] Wiki

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Produkte zur Prävention des plötzlichen Kindstodes

Die FDA warnt vor Produkten, die laut Hersteller den plötzlichen Kindstod verhindern helfen sollen. Zur Prävention werden einfache und kostenlose Maßnahmen empfohlen, die sich auszahlen.

  • rauchfreie Umgebung
  • Schlafzimmertemperatur 16–18 °C
  • Rückenlage zum Schlafen
  • feste, luftdurchlässige Matratze
  • passender Schlafsack, keine Kopfbedeckung und keine zusätzlichen Decken, Felle, Kissen, Nestchen etc.
  • Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten

Auch sollte das Kind Anfang im selben Raum, wie die Eltern schlafen. Es gibt Hinweise, dass Schnuller ebenfalls präventiv wirken. Mehr?

 

 

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Bevacizumab, Brustkrebs und die FDA

Die FDA zieht die Zulassung von Bevacizumab für die Behandlung von Brustkrebs zurück [1]. In Europa versucht Roche Kliniken mit satten Rabatten zum Einsatz von Bevacizumab zu bewegen [2]. Bisher hat die europäische Arzneimittelbehörde keine Anstalten gemacht, die Indikation von Bevacizumab bei Brustkrebs ebenfalls zu hinterfragen.

[1] Deutsche Apothekerzeitung
[2] Badische Zeitung

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Start

Hier wird noch etwas gewerkelt, in den nächsten Tagen sollte es aber losgehen.

Thematisiert wird hier der Mensch, seine Gesundheit und deren Abwesenheit und alles drumherum. Ab und an auch etwas ganz anderes.

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