Impfen, in Fachkreisen unumstritten

Heute mal etwas Zweitverwertung. Da es ein äußerst vernünftiger Zeitvertreib ist, online mit Menschen zu diskutieren und da gerade auf Facebook das Diskussionsniveau so hoch ist, verbringe ich, als äußerst vernünftiger Mensch, damit viel Zeit. Und so habe ich auf der beliebten Plattform darüber diskutiert, ob die Praxis des Impfens* in „Fachkreisen“ seit Jahren umstritten ist. Das ist natürlich Unsinn und ich habe hier eine klitzeklitzekleine Sammlung, von Textausschnitten, die das schön belegt:

Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte schreibt auf seiner Website:


„Impfungen sind wichtig, damit ein Kind frühzeitig einen ausreichenden Schutz gegen schwere Infektionen aufbauen kann. Impfungen verhindern den Ausbruch gefährlicher Krankheiten, die häufig mit Komplikationen verbunden sind und für die es zum Teil auch heute noch keine geeignete Therapie gibt. „

Auf der Website des Bundesverbandes Deutscher Internisten ist unter anderem zu lesen:

„Impfpass überprüfen – „Schütze Deine Welt – lass Dich impfen“, ist das Motto der diesjährigen 8. Europäischen Impfwoche, die vom 22. bis zum 27. April 2013 stattfindet. „Impfungen sind ein wichtiger Schutz gegen übertragbare Krankheiten“, erklärt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr.“

Der Bundesgerichtshof schrieb in einem Urteil (.pdf) zu einem Prozess in dem es um einen Impfschaden ging, am 15.02.2000 das die von der StIKo empfohlenen Impfungen medizinischer Standard sind.

In der AWMF-Leitlinie (.pdf) zum Thema „Kindesmisshandlung und Vernachlässigung“ steht unter dem Punkt „Vernachlässigung“:

„Es kann sich um vermeidbare Gesundheitsschäden durch mangelnde Fürsorge, z.B. fehlende Impfungen, Vitamin-D-Mangel-Rachitis, unzureichende Unterkunft und Kleidung oder vermeidbare Unfälle durch mangelnde Aufsicht handeln.“

Sowohl die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin eV (DGSPJ), die wissenschaftliche Fachgesellschaft der Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland (DGKJ) und die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCh) denken, ein Kind nicht lege artis zu impfen ist so, als würde man ihm nichts richtiges zum Anziehen geben. Das Wort was in den Sinn kommt ist „fahrlässig“ (nicht schimpfen, ich bin kein Jurist).

Auf den Seiten vom Robert-Koch-Institut findet man zum Thema impfen „20 Einwände und Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts„. Das RKI ist ein Bundesinstitut und hat u.a. folgende Aufgabe:

„Der Auftrag des Robert-Koch-Instituts umfasst sowohl die Beobachtung des Auftretens von Krankheiten und relevanter Gesundheitsgefahren in der Bevölkerung als auch das Ableiten und wissenschaftliche Begründen der erforderlichen Maßnahmen zum wirkungsvollen Schutz der Gesundheit der Bevölkerung.“ (Wikipedia)

Das Paul-Ehrlich-Institut spricht sich ebenfalls für die, zugelassenen, Impfungen aus (wenn die jeweilige Indikation eingehalten wird):

„Das Paul-Ehrlich-Institut ist zuständig für die Zulassung und staatliche Chargenfreigabe von biomedizinischen Arzneimitteln (siehe deutsches Arzneimittelgesetz, Gesetz zur Errichtung eines Bundesamtes für Sera und Impfstoffe) und trägt wesentlich zur Sicherheit dieser Arzneimittel bei.“ (Wikipedia)

Ich weiß nicht, wie man das anders nennen kann als Einigkeit.

Natürlich steht es jedem Menschen frei, sich oder seine/ihre Kinder zu impfen zu lassen. Es muss einem dabei nur bewusst sein, dass man fahrlässig handelt.

*Natürlich ist es absoluter Unsinn zu schreiben „Impfen ist gut“ oder etwas in die Richtung. Es sind immer spezielle Impfungen gemeint, die indiziert sein müssen. Nur damit keine Missverständnisse verstehen…

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Cranks, Indikationen, Skeptizismus

Eine Antwort zu “Impfen, in Fachkreisen unumstritten

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