Archiv der Kategorie: Kohle

Nashorn: Ausgerottet für den Aberglauben

Aberglaube ist eine alte Kackbratze!

Es ist möglich, dass uns der Glaube an die magische Wirkung von Horn auf bestimmte Bereiche der Gesundheit die Existenz einer Art von Nashörnern kostet.

Zugegeben, der Mensch als Spezies braucht kein magisches Weltbild um eine eine andere Spezies vom Antlitz unseres hübschen Planeten zu fegen. Gerade kann man in den Nationalparks des afrikanischen Kontinents jedoch beobachten, wie ein eben solches magisches Weltbild die Mitglieder einer anderen Spezies das Leben kostet. Ein Exemplar nach dem anderen wird hingeschlachtet. Und das Wort habe ich nicht ohne bedacht gewählt.

In Südafrika sind in diesem Jahr bereits über 500 Nashörner von Wilderern erlegt worden. Dabei geht es den Tätern einzig um das Horn, der Rest des Tieres wird einfach liegen gelassen. Bei Youtube gibt es Videos mit Nashörnern, denen mit einer Kettensäge der halbe Schädel abgesägt wurde. Es gibt Museen, in denen Sicherheitsvorkehrungen erhöht wurden, damit ihnen die Hörner nicht gestohlen werden.

Nashorn erzielt auf dem Schwarzmarkt mittlerweile höhere Preise als Gold oder Kokain.

Getrieben wird der Preis durch den Markt für traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in der Nashorn unter anderem für die Behandlung von Potenzproblemen genutzt wird. Das ist so als würde man Fingernägel kauen.

Leider ist außer Empörung nicht viel möglich. TCM nutze ich ohnehin nicht und in Deutschland wird wohl auch kein Nashorn verwendet dafür aber Fledermauskot. Das ist zwar ekelig und wirkungslos, immerhin aber ein nachwachsender Rohstoff.

Achtung! Die Bilder in den eingebetteten Videos sind ausgesprochen schwer zu ertragen!

[youtube:http://youtu.be/HdCGIagJnTs%5D [youtube:http://youtu.be/URD9TUeBYTQ%5D

Den Kanal EarthTouch kann ich übrigens nur empfehlen! Tolle Bilder.

Links:

Stop Rhino Poaching Now (Achtung ebenfalls unschöne Bilder)

Rhino poaching hits new high in South Africa

Political solution necessary for rhino poaching war

Rhino deaths reach tipping point

Ein Kommentar

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Wissenschaft in fremder Hand

Die „Union of Concerned Scientists“ hat such ein paar Gedanken darüber gemacht, wie man dafür sorgen kann, dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten die Realität eher widerspiegeln, als die Interessen der Auftraggeber [1]. Gerade in der Medizin kommen in regelmäßigen Abständen Manipulationen von Daten ans Licht, die dafür sorgen, dass Ärzte und Patienten keine Entscheidungen treffen können, die in ihrem Interesse ist. Außer natürlich, man unterstellt ÄrztInnen, ihr einziges Interesse sei es, in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen, egal was für Folgen das haben mag.

„Federal decision makers need access to the best available science in order to craft policies that protect our health, safety, and environment.

Unfortunately, censorship of scientists and the manipulation, distortion, and suppression of scientific information have threatened federal science in recent years.

This problem has sparked much debate, but few have identified the key driver of political interference in federal science: the inappropriate influence of companies with a financial stake in the outcome.

A new UCS report, Heads They Win, Tails We Lose, shows how corporations influence the use of science in federal decision making to serve their own interests.“

[1] http://www.ucsusa.org/scientific_integrity/abuses_of_science/how-corporations-corrupt-science.html

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Big Pharmas ewige Jagdgründe

In der Berliner Morgenpost ist ein Artikel zu finden [1], der zeigt, wie die Pharmaindustrie das Werbeverbot für Medikamente im Internet umgeht.

79 Prozent aller Patienten suchen sich laut einer Studie der Europäischen Union bei einer Erkrankung Hilfe im Netz. Damit ist das Netz noch vor den niedergelassenen Ärzten erste Anlaufstelle für Ratsuchende in Gesundheitsfragen. Das wissen auch die Pharmafirmen – und bemühen sich nach Kräften, die Patienten in ihrem Sinne zu informieren. Doch Vorsicht: Alle genannten Beispiele sind zwar hilfreich, jedoch direkt von der Industrie initiiert oder durch finanzielle Verflechtungen mit der Pharmaindustrie verbunden.

Die meisten Menschen die im Gesundheitsbereich arbeiten, kennen Sätze wie „Aber im Internet habe ich gelesen“ oder „Ich habe mir das mal ausgedruckt“. Das bedeutet entweder Zeit zu investieren oder auf die eigene Autorität zu verweisen.

 

[1] http://www.morgenpost.de/web-wissen/article1881090/Wo-im-Internet-die-Pharmalobby-lauert.html

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Hoffen, zahlen, sterben.

Eine Reportage von AlJazeera zeigt die Grenze Mexikos zu den USA in einem anderen Drogenkrieg. Ein Krieg, der vorgibt gegen Krebs geführt zu werden, jedoch letztlich vor allem um Geld geht. Das Geld der Kranken und Sterbenden.

In Mexiko gibt es eine blühende Industrie, die alternative Heilmethoden gegen Krebs anbietet. Vor allem Menschen, die mit konventionellen Methoden keine Chance auf Heilung haben, wenden sich an diese „Kliniken“. Deren Therapien sind wirkungslos im Besten, gefährlich im schlechtesten Fall. Eines sind sie immer: teuer. Behandelt wird gegen Bares.

Sarah Macdonald, die selbst eine Brustkebserkrankung und deren Behandlung hinter sich hat, ist nach Mexiko gefahren und hat sich die Kliniken, ihre Versprechungen und ihre Methoden genauer angesehen. Unterwegs sprach sie mit anderen, die in der Hoffnung auf Heilung dorthin gefahren sind. Dabei ist eine sehr einfühlsame Reportage entstanden. Die Motivation der einzelnen wird sehr deutlich und ist überaus verständlich.

This film came about because I wanted to find out more, to investigate these treatments and the clinics behind them. At first it seemed easy enough. The facilities promote their services through glossy brochures and online video testimonials, such as one from a woman called Lorraine Weaver, who describes how she reacted to suggestions for conventional medical treatment for lung cancer: „They said they were going to do chemo and radiation and I said I don’t think so. I walked out and called my niece and she said you go to Oasis of Hope … and I came down and I was cured and I thank God every day, don’t ever give up hope.“

Das Video [1] ist auf der Website von AlJaazera zu sehen und dauert 25min.

 

[1] http://www.aljazeera.com/programmes/peopleandpower/2012/01/2012111152415164558.html

 

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Wir wollen mehr Geld!

Einige Namen sollte man sich merken. Zum Beispiel den des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler. Der Plädiert, wegen knapper werdender Mittel für eine Ausgliederung bestimmter Kassenleistungen in eine privat zu bezahlende Versicherung. So 10-15 Mrd im Jahr könnten es schon sein [1]. Das nennt man dann „privat absichern“, das klingt nett und soll Sicherheit geben. Vielleicht ist das Geld im Moment auch einfach ungünstig verteilt, zum Beispiel in einer umfangreichen Verwaltung?

Merken sollte man sich den Namen, damit man weiß, wieso jemand von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vielleicht eines Tages zu einer Versicherung wechselt und man sich fragt: ‚Was bringt der für Qualifikationen mit?‘

[1] http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/politik/news/2011/12/09/kassenleistungen-privat-absichern.html

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